Die Filialkapelle "St. Hubertus"

  • Filialkapelle
  • Kirchenfenster

An ihrem heutigen Standort stand schon vor mehr als 300 Jahren eine kleine Kapelle mit Turm und mit einem Friedhof umgeben. Im Jahre 1875 fasste der Gemeinderat den Entschluss, eine neue und größere Kirche zu bauen. Der Friedhof wurde verlegt an den Platz am Ausgang des Dorfes, wo er auch heute noch ist. 1880 wurde der Bau der Kirche begonnen und nach zweijähriger Bauzeit wurde die Kapelle am 12. Juli 1882 durch Weihbischof Dr. Kraft konsekriert. In einer Inschrift über dem Kirchenportal, in Sandstein gehauen, steht:
HI
C PETITVRVS INGREDIENS CVNCTA SE IMPETRASSE LAETETVR, übersetzt etwa: Wer hier fürbittend eintritt, wird Anmut/Fröhlichkeit erlangen. Die fettgedruckten römischen Zahlen in der Inschrift ergeben die Zahl 1875.

Die Kirche wurde im 2. Weltkrieg stark beschädigt und musste  im Laufe der Zeit immer wieder renoviert werden. Neue Fenster wurden 1953 von der Fa. Binsfeld aus Trier eingebaut, ein Fenster stellt den Namenspatron der Kapelle, den heiligen Hubertus dar, ein anderes Fenster stellt die heilige Katharina dar, sie ist die Schutzpatronin der Kapelle. 1971 wurde eine Sakristei angebaut, 1972 das Dach mit Glockenstuhl und Turm saniert, teilweise erneuert, 1973 wurden 2 Glocken von der Glockengießerei Mark, Brockscheid, feierlich geweiht und in den Turm aufgehängt. Eine Glocke ist der Muttergottes Maria geweiht, Tonart "e", die andere Glocke dem Schutzpatron "St. Hubertus", Tonart "g". 1973 wurde ebenfalls der Hauptaltar an die Kirchenrückwand versetzt und ein Opferaltar von Bildhauer Lenz, Oberkail, aufgestellt. Diese und weitere größere Renovierungen innen und außen an der Kirche wurden von der Zivilbevölkerung des Ortes, Stiftungen, Vereinen und Zuschüssen des Bistums und der Gemeinde ermöglicht.

Die Kapelle wurde 2006 nochmals innen neu renoviert und stellt sich heute als ein Kleinod in der Gemeinde dar. Hervorzuheben ist noch der holzgeschnitzten Kreuzweg und die Tafel zum Andenken an die Gefallenen und Vermissten der Gemeinde, hergestellt von den Kunstbildhauern und Schnitzern Kickartz aus Wittlich. Selbige Künstler renovierten das Kreuz mit Christuskörper vor der Kapelle. Auch diese große Anschaffung wurde 1949 durch  Haussammlungen, Stiftungen, Theateraufführungen und durch Naturalien beglichen. Die holzgeschnitzten Türen am Tabernakel vom Hauptaltar an der Stirnseite der Kirche sind ebenfalls von dem Künstler Kickartz  im Sommer 1944 entstanden.

Die Kirche liegt in der Mitte des Ortes auf einer kleinen Anhöhe, ist tagsüber offen und lädt zu einem stillen Einkehren und zur Besinnung ein.