Arbeiten zur Entschlammung des Stausees Bitburg schreiten voran - Rundwanderweg teilweise gesperrt

Wer sich zur Zeit am Stausee Bitburg in Biersdorf am See aufhält, findet wochentags aktuell nicht die Ruhe und Muße, wie man dies ansonsten an schönen Frühjahrstagen gewohnt ist. Auch wenn am Ostufer des Stausees alles wie sonst ist, merkt man spätestens in Höhe des Dorint-Hotels, dass im Bereich der Vorsperre des Stausees eine andere Regsamkeit herrscht. Bagger und schwere Muldenkipper bestimmen dort das derzeitige Landschaftsbild. Grund ist, die bis dato regelmäßig notwendige Entschlammung des Stausees, welche zuletzt im Herbst 2005 durchgeführt wurde. Mittlerweile haben sich wiederum schätzungsweise 80.000 cbm Schlamm im oberen Teil des Stauseebecken angesammelt, wovon nun rund 45.000 cbm ausgebaggert werden. Der Schlamm enthält verschiedene Nährstoffe, hat aber leider auch in der Vergangenheit verschiedene Schadstoffgrenzwerte überschritten, so dass der Boden vorerst in dem bei der letzten Entschlammung angelegten Zwischenlager am nördlichen Westufer des Stausees deponiert wird, ehe man hierfür eine anderweitige Lösung gefunden hat.Ein Teil des aus dem Jahre 2005 angefallenen Schlammes wurde vor wenigen Jahren zum Auffüllen der ehemaligen Kreisdeponien in Plütscheid und Rittersdorf verwendet, so dass im Zwischenlager nunmehr nur Platz für diese 45.000 cbm Schlamm vorhanden ist. Wenn das Wetter mitspielt, so Reinhold Kotz von den VG-Werken, werden die Arbeiten Ende April abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten der derzeitigen Maßnahme wurde mit 500.000 Euro ermittelt, wozu ein Landeszuschuss von 50 % beantragt wurde.

Um diese regelmäßigen Entschlammungsmaßnahmen in Zukunft evtl. zu vermeiden, wurden Untersuchungen für eine anderweitige Lösung in Auftrag gegeben. Möglicherweise könnte eine Schwimmpumpe dauerhaft die Sedimente am Grunde des Stausees einfangen und quasi direkt in den Unterlauf der Prüm weiterleiten. Ob diese Lösung zum Tragen kommt, bleibt aber noch abzuwarten und bedarf der Zustimmung des "Zweckverbandes Stausee Bitburg", der sich in einer der kommenden Sitzung der Verbandsversammlung nochmals damit befassen wird.
Derzeit werden die Erholungssuchenden gebeten, die Sperrung des Rundwanderweges in der Höhe des Zwischenlagers zu beachten um gefährliche Situation mit dem Baustellenverkehr zu vermeiden. (RSch)

Eindrücke von der Entschlammung des Stausees im Bereich der Vorsperre (Fotos: VG-Werke)
Eindrücke von der Entschlammung des Stausees im Bereich der Vorsperre (Fotos: VG-Werke)