Oberweis erhält Anerkennung als Schwerpunktgemeinde der Dorferneuerung

Innenminister Roger Lewentz hat im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms 2016 insgesamt 22 Ortsgemeinden in Rheinland-Pfalz als Schwerpunktgemeinden anerkannt, darunter auch die Ortsgemeinde Oberweis. "Rund 17 Millionen Euro stehen in diesem Jahr zur Förderung von Dorferneuerungsmaßnahmen zur Verfügung. Mit dieser Summe können wichtige Projekte realisiert werden, die zur weiteren Verbesserung der Infrastruktur in unseren Dörfern beitragen werden", betonte Lewentz am Donnerstag in Budenheim bei Mainz. Lt. Ortsbürgermeister Klaus Manns gehört hierzu an oberster Stelle die Realisierung des geplanten Neu- / An- u. Umbau für die Feuerwehr und die Gemeinde. "Weitere Projekte werden sicherlich einfließen", so der Ortsbürgermeister. Und weiter "mit dem 'Zukunftscheck Dorf', an dem wir uns ebenso beteiligen wie an dem Projekt 'Smart Village' erwarten wir uns insgesamt eine weitere positiven Entwicklung für unsere Gemeinde".

Im Rahmen einer Informationsveranstaltung im Schloss Waldthausen hat der Minister die Anerkennungsschreiben den Vertretern der Gemeinden übergeben. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden anhand praxisorientierter Beispiele über die Chancen und Möglichkeiten einer Schwerpunktanerkennung informiert.
Die Anerkennung als Schwerpunktgemeinde erfolgt auf die Dauer von sechs Jahren. Für die Stärkung der Innenentwicklung steht eine qualifizierte Bauberatung privaten und öffentlichen Bauherrn zur Verfügung. Zusammen mit der Dorfmoderation wird damit ein umfassender Beteiligungsprozess in Gang gesetzt und es kann ein zukunftsbeständiges Leitbild entwickelt werden. Die Ergebnisse dieser breit angelegten Informations-, Bildungs- und Beratungsarbeit sind elementare Bestandteile der zu erarbeitenden Entwicklungskonzepte. "Wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Durchführung einer Dorfmoderation, der kostenfreien Bauberatung und der Erarbeitung eines Entwicklungskonzeptes für die Dorferneuerung, wurden deren Fördermöglichkeiten bereits im Jahr 2009 nochmals deutlich verbessert", informierte Lewentz.
Mit der Anerkennung als Schwerpunktgemeinde sei eine Art Selbstverpflichtung verbunden, sich der Dorferneuerung im besonderen Maße anzunehmen, erläuterte Lewentz. "Nur wer Bereitschaft zeigt für die eigene Ortsgemeinde Verantwortung zu übernehmen und wer mitbestimmen und mitgestalten darf, der identifiziert sich mit der geleisteten Arbeit", sagte der Minister. Nur so könne man den Wohnstandort Dorf noch attraktiver und lebensfähiger gestalten. Schwerpunkte der Dorferneuerung sind struktur- und funktionsverbessernde Maßnahmen, die die Ortskerne stärken und wiederbeleben und damit die unverwechselbare Siedlungs- und Kulturlandschaft erhalten. Dazu zählen insbesondere auch Maßnahmen, die einer Grundversorgungssicherung und der sozialen Daseinsvorsorge im Dorf dienen.
Allein im Programmjahr 2015 seien in der Dorferneuerung 41 Dorfmoderationen mit einer Gesamtzuwendung in Höhe von rund 515.400 Euro gefördert worden, betonte der Minister. Insgesamt 158 öffentliche und 972 private Maßnahmen wurden durch die Dorferneuerung unterstützt. Mit der Gesamtfördersumme in Höhe von 17,5 Millionen Euro sind Investitionen in Höhe von 96,25 Millionen Euro ausgelöst worden. "Das ist ein klarer Beleg auch für die volkswirtschaftliche Bedeutung der Dorferneuerung", sagte Lewentz

Ortsbürgermeister Klaus Manns, Innenminister Roger Lewentz, 1. Beig. Marlis Evertz, Bürgermeister Josef Junk, Ratsmitglied Karl-Heinz Bales und 1. Kreisbeigeordneter Paul Lentes
Ortsbürgermeister Klaus Manns, Innenminister Roger Lewentz, 1. Beig. Marlis Evertz, Bürgermeister Josef Junk, Ratsmitglied Karl-Heinz Bales und 1. Kreisbeigeordneter Paul Lentes
Die Vertreter der 22 Gemeinden, die die Anerkennung erhielten (Fotos: Ministerium/A. Sell)
Die Vertreter der 22 Gemeinden, die die Anerkennung erhielten (Fotos: Ministerium/A. Sell)