Naturparke Südeifel und Nordeifel gewinnen in Zusammenarbeit mit den Tourist-Informationen Landeswettbewerb "Tourismus für Alle"

Anfang Februar wurden die Sieger der zweiten Runde beim landesweiten Wettbewerb "Tourismus für Alle" zur Entwicklung barrierefreier Modellregionen im Wirtschaftsministerium in Mainz ausgezeichnet. Insgesamt zehn Modellregionen in Rheinland-Pfalz haben sich durch ihren Sieg bei diesem landesweiten Wettbewerb den exklusiven Zugriff auf Fördermittel aus dem EFRE-Strukturfonds gesichert, darunter eben auch der Naturpark Südeifel. "Urlauber, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, sind eine wichtige Zielgruppe im Tourismus-Sektor, die wir willkommen heißen möchten. Insbesondere Senioren reisen viel und gerne und bevorzugt innerhalb Deutschlands. Und natürlich kommen barrierefreie Angebote vielen Menschen zugute: Eltern, die mit dem Kinderwagen unterwegs sind, freuen sich genauso darüber wie in ihrer Aktivität eingeschränkte Personen", so Ministerin Eveline bei der Preisverleihung in Mainz. Insgesamt hatten sich 28 Regionen am Wettbewerb beteiligt. "Es waren viele erfolgsversprechende und innovative Konzepte dabei, die Regionen haben ein hohes Engagement gezeigt, so dass es nach einer mehrstündigen Diskussion zum Schluss ein wahres Kopf-an-Kopf Rennen um die Plätze gab", so IHK-Tourismusreferentin Anne-Kathrin Morbach. Die fünf Besten der zweiten und abschließenden Runde sind Bad Kreuznach-Bad Münster am Stein-Ebernburg, Speyer-Rheinpfalz, Saar-Obermosel, Nord- und Südeifel, Germersheim.
Alle Sieger-Regionen wurden durch eine unabhängige Fachjury ermittelt. "Die Bewerber sollten sich zu Modellregionen zusammenschließen und touristische Gesamtkonzepte einreichen", erläuterte THV-Geschäftsführer Stefan Zindler. "Unter Federführung des Zweckverbandes Naturpark Südeifel haben sich so alle Touristinformationen der Verbandsgemeinden Arzfeld, Bitburger Land, Prüm, Speicher, Südeifel und Trier-Land sowie die Stadt Bitburg, die Wirtschaftsförderung des Eifelkreises Bitburg-Prüm und der Naturpark Nordeifel zu einem effektiven touristischen Netzwerk zusammengefunden und einen gemeinsamen Wettbewerbsbeitrag eingereicht. Diese gemeinsame Strategie hat zum Erfolg geführt", so Landrat Dr. Joachim Streit.
Ausschlaggebend für die Jury war die Konkretisierung und Optimierung  der Maßnahmenplanung zur Förderung des barrierefreien Tourismus, indem die Themen Wandern und Naturerleben gezielt in den Fokus gerückt wurden. Mit der geplanten Entwicklung zur Pilotregion für barrierefreie Komfortwanderwege bietet sich die Chance, über die Schaffung eines Leuchtturm-Angebotes die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und sich bundesweit als Vorreiter zu profilieren. Entsprechend wurde der Innovationsgrad der Projektidee als hoch eingeschätzt, da es bislang keine Pilotregionen für die Anwendung der neu eingeführten Qualitätskriterien für barrierefreie Komfortwanderwege im Rahmen des Kennzeichnungssystems "Reisen für Alle" gibt.
Die Siegerregionen haben die Möglichkeit, beim Wirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz für ihre Konzepte Fördermittel der Europäischen Union im Rahmen der EFRE-Förderperiode 2014 bis 2020 für öffentliche touristische Infrastruktur-Vorhaben zu beantragen. Für Investitionen gewerblicher Beherbergungs-, Gastronomie- und Campingbetriebe zur Schaffung von Barrierefreiheit ist in den Siegerregionen beider Wettbewerbsrunden ab sofort eine weitere Förderung aus EFRE-Mitteln über die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) möglich. "Die Förderung erfolgt als Investitionszuschuss in Höhe von 40 Prozent, der Mindestzuschussbetrag liegt bei 20.000 Euro. Das Vorhaben muss innerhalb von 12 Monaten beendet werden, für die Errichtung von Gebäuden wird die Durchführungszeit auf 24 Monate verlänger

Wirtschaftsministerin Eveline Lemke bei der Auszeichnung als Mo-dellregion „Tourismus für Alle“ an die Vertreter der Nord- und Süde-ifel (Foto: © Wirtschaftsministerium RLP
Wirtschaftsministerin Eveline Lemke bei der Auszeichnung als Modellregion "Tourismus für Alle" an die Vertreter der Nord- und Südeifel (Foto: © Wirtschaftsministerium RLP