Meckel erhält Sonderpreis für vorbildliche ökologische Leistungen im Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft"

Wiederum ist es der Gemeinde Meckel gelungen, im Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" einen Sonderpreis zu gewinnen. Nachdem die Gemeinde schon den Preis für Innenentwicklung im Landesentscheid gewonnen hatte und diesen von Minister Roger Lewentz im November 2014 ausgehändigt bekam, kam Ende Juli die nächste Ministerin mit Urkunde im Gepäck nach Meckel angereist. Angekündigt wurde der Besuch bereits Anfang April, als die überraschende und ebenso frohe Kunde aus dem Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten kam, dass Meckel neben der Gemeinde Waldrehweiler (Donnersbergkreis) den Sonderpreis für "Vorbildliche ökologische Leistungen" erhält. "Nur gemeinsam mit den Menschen vor Ort können wir den natürlichen Lebensraum der Dörfer schützen und damit die Lebensqualität auf dem Land sichern", so Höfken damals in einer Pressemitteilung. Mit dem Sonderpreis unterstütze die Landesregierung den Natur- und Umweltschutz im Rahmen einer nachhaltigen Dorfentwicklung. "Die Bürgerinnen und Bürger in Meckel haben ihr Heimatdorf zu einem besonderen Ort für Mensch und Natur gemacht. Ihr Engagement trägt zum Erhalt der rheinland-pfälzischen Kulturlandschaften und der biologischen Vielfalt bei", würdigte Ministerin Höfken die Preisträger im April. Die Gemeinde zeichnet sich durch unzählige kleine und große Initiativen sowie starken ehrenamtlichen Einsatz zugunsten von Natur und Umwelt aus, begründete die Ministerin die Auswahl. Als Einzelmaßnahmen wurden u. a. der Erhalt der Römerstraße, die Bekämpfung des Bärenklaus und die Aktion "Saubere Landschaft" genannt. Die Gemeinde verfügt zudem über imposante Baumdenkmäler sowie über zahlreiche Obstbäume, die das alte Ortsbild prägen. Auch ausschlaggebend war die Vielzahl der restaurierten Bauernhöfe mit deren Bauerngärten, ebenso vorzeigbar aber auch die zwei Biomasse- und die 27 Photovoltaikanlagen. Diese erzeugen rechnerisch 98 Prozent des Stromverbrauchs im Dorf.

Von diesen Dorfqualitäten überzeugte sich Frau Ministerin Höfken nun allzu gerne bei der persönlichen Preisübergabe in Meckel,

Zur Preisübergabe wurde Ministerin Höfken auf das herzlichste von Ortsbürgermeister Johannes Junk, Bürgermeister Josef Junk, weiteren Ehrengästen und von einer großen Bürgerschaft begrüßt. Während des einleitenden Dorfrundganges wurde u.a. die Hof- mit Biogasanlage von Thomas und Alice Endres sowie die Großbaustelle der aus dem Jahre 1847 stammenden und zur Zeit in Sanierung befindlichen Hofanlage von Alfons Kirscht besichtigt. Ein paar Schritte weiter wurde das Jugendheim und die unter Denkmalschutz stehende Friedhofsanlage begutachtet, wo Frau Höfken auf ein derzeit landesweites Umweltproblem hingewiesen wurde. Denn leider hat sich auch auf dem Meckeler Friedhof vermehrt ein Pilz an den als Einfassungen dienenden Buchsbäumen breit gemacht. Beim Weitergang durch die Hauptstraße erläuterte der Dorferneuerungsbeauftrage des Eifelkreises, Edgar Kiewel, der Ministerin, die selbst zur Zeit ein Ökonomiegebäude aus dem Jahre 1876 saniert, die Parallelen zwischen alten und neuen Baustilen. Ähnlichkeiten wurden an einem typischen "Trierer Quereinhaus" und am Haus Becker/Seiwert deutlich gemacht; beide Gebäude haben lang gesteckte Baukörper, hochstehende Fenster und kein bzw. kaum Dachüberstand.

Ortsbürgermeister Johannes Junk nutzte beim Dorfrundgang auch die Gelegenheit, der Ministerin sein Eigenheim zu zeigen, welches im Rahmen einer Dorferneuerungsmaßnahme saniert wurde. " Ich war ja schon oft in Meckel", so die Ministerin abschließend, "aber so habe ich das Dorf noch nie gesehen und ich bin überzeugt, dass die Meckeler den Preis verdient haben".

Im Anschluss an die Ehrung gab es für alle, getreu dem Leitbild "Gut Leben in Meckel", Freibier und kostenlose Verpflegung für alle.

 

Ministerin Ulrike Höfken bei der Übergabe der Urkunde an den Ortsbürgermeister Johannes Junk (Foto: M.Keilen)
Ministerin Ulrike Höfken bei der Übergabe der Urkunde an den Ortsbürgermeister Johannes Junk (Foto: M.Keilen)
Die Ehrengäste bei der Ansprache durch Ortsbürgermeister Johannes Junk. Edgar Kiewel, Dorferneuerungsbeauftragter, Rudolf Rinnen in Vertretung für den Landrat, MdL Nico Steinbach, Ministerin Ulrike Höfken, Altortsbürgermeister Eugen Kirscht, Bgm. Josef Junk mit Gattin Maria (v.l.n.r.)
Die Ehrengäste bei der Ansprache durch Ortsbürgermeister Johannes Junk.Edgar Kiewel, Dorferneuerungsbeauftragter, Rudolf Rinnen in Vertretung für den Landrat, MdL Nico Steinbach, Ministerin Ulrike Höfken, Altortsbürgermeister Eugen Kirscht, Bgm. Josef Junk mit Gattin Maria (v.l.n.r.)
Bürgermeister Josef Junk mit Frau Höfken und der Hofherrin Alice Endres bei der Besichtigung der Biogasanlage
Bürgermeister Josef Junk mit Frau Höfken und der Hofherrin Alice Endres bei der Besichtigung der Biogasanlage
Helmut Fink mit der Ministerin bei der Besichtigung des Friedhofs
Helmut Fink mit der Ministerin bei der Besichtigung des Friedhofs
Edgar Kiewel bei der Erläuterung der regional typischen Baukultur/Baustile am Haus Becker/Seiwert
Edgar Kiewel bei der Erläuterung der regional typischen Baukultur/Baustile am Haus Becker/Seiwert
Impressionen vom "Dorffest"
Impressionen vom "Dorffest"