Erholungs- und Geschichtsweg zwischen Dudeldorf und Ordorf angelegt - Stadttore als historischer Teil eingebunden und inwertgesetzt

Was den Touristen oder Ortsfremden in Dudeldorf unmittelbar ins Auge fällt, ist zum einem die historische Burganlage und zum anderen die beiden Stadttore. Diese Bauten stammen aus einer Zeit, wo Dudeldorf noch Stadtrechte besaß (1345 bis 1856). Auf eines dieser Wahrzeichen wird man bereits seit einigen Jahren am neugeschaffenen Kreisel an der B 50 aufmerksam gemacht, wo das obere Stadttor nachgebildet ist. Von daher erscheint es nicht verwunderlich, dass nun das Vorbild für das am Kreisel stehende Kunstwerk sowie auch das sogenannte Untertor ebenfalls neu hergerichtet wurden. Dieses wurde im Rahmen des sog. Leader-Programms ermöglicht. Innerhalb dieses Programmes werden u.a. Projekte gefördert, die der Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum dienen. Und dies ist hier eindeutig der Fall, denn im Vordergrund steht die Anlegung des sogenannten Erholungs- und Geschichtsweges zwischen dem ehemaligen Stadtkern und dem Ortsteil Ordorf. Hierzu sei zunächst gesagt, dass im Rahmen der Dorfentwicklungsplanung vor einigen Jahren angeregt wurde, eine Wegeverbindung zwischen dem Hauptort und dem Ortsteil Ordorf zu schaffen. Diese Idee wurde weiter verfolgt und ist in der weiteren Planung als Erholungs- und Geschichtsweg auskonzeptioniert worden. Öffentliche Einzelprojekte entlang des Weges am Langenbach wurden mit Kindern und Jugendlichen und Bürgerinnen und Bürger in einer Dorfmoderation und in einzelnen Workshops entwickelt. Der Weg selbst dient dazu eine fußläufig schnelle, direkte und landschaftlich sehr attraktive Verbindung zwischen den beiden Ortsteilen herzustellen und neue wichtige Einrichtungen, wie etwa einen Fest- und Freizeitplatz für alle Generationen, entlang des Weges zu etablieren. So können beispielsweise die Bürgerinnen und Bürger von Ordorf das Lebensmittelgeschäft, die Bäckerei und die Metzgerei in Dudeldorf schnell auf kurzem Wege zu Fuß erreichen.

Aus dieser Planungskonzeption heraus, wurde, als Symbol der Stadt-Landübergänge, gleichzeitig beide Tore der denkmalgeschützten Gesamtanlage Dudeldorf inwertgesetzt.

Mittlerweile ist die Wegeverbindung hergestellt und die beiden Stadttore saniert worden. Neben einer Fassadensanierung mit Anbringung eines neuen Anstriches wurde u.a. auch der Dachstuhl am Untertor erneut und dieses Tor mittels Walmdach auf seine Ursprungshöhe aufgestockt. Ebenso wurden verschiedene neue Fenster und Maßnahmen zur Taubenabwehr angebracht. Einzig der neue Anstrich für das Untertor fehlt noch. Alles in allem wurden bis dato so 200.000 € verausgabt. Durch unvorhergesehene Mehrkosten können die ursprünglich veranschlagten 210.000 € jedoch nicht eingehalten werden. Zu den zugesagten Fördergeldern von 97.000 € wurde aber mittlerweile ein Aufstockungsantrag eingereicht und bewilligt. Ortsbürgermeister Lonien: Wir sind zuversichtlich, dass der neue Weg seine angedachte Funktion eines Verbindungsweges nicht nur zwischen den Ortsteilen sondern auch zwischen den Bürgerinnen und Bürgern erfüllen wird. Daneben war es der Gemeinde auch wichtig, dass wir trotz der sehr angespannten finanziellen Lage unsere beiden Wahrzeichen aufwerten konnten. (RSch)

Das Obertor erstrahlt bereits im neuen Glanz
Das Obertor erstrahlt bereits im neuen Glanz
während das Untertor noch auf den letzten Anstrich wartet
während das Untertor noch auf den letzten Anstrich wartet
Der neu angelegte Wegen zwischen den Ortsteilen Ordorf und Dudeldorf (Fotos: OG)
Der neu angelegte Wegen zwischen den Ortsteilen Ordorf und Dudeldorf (Fotos: OG)