Gemeinschaftsbaumaßnahme in Wißmannsdorf: Beim Ausbau der L 7 und K 68 ziehen alle mit

Bereits seit einem halben Jahr rollen die Bagger "im Oberdorf" in Wißmannsdorf. In der Hauptstraße wurden zwei Häuser abgerissen um Platz für die verbesserte Streckenführung der K 68 zu machen. Seit Frühjahr dieses Jahres sind zudem die Tiefbaumaßnahmen für mit eine der wohl zur Zeit größten Baumaßnahmen des Landesbetriebes Mobilität (LBM) im Eifelkreis in vollem Gange. Für einige Wochen war hierdurch die L 7 zwischen Wißmannsdorf und Brecht gesperrt. Doch zunächst zur Vorgeschichte: Seit Jahren stellt u.a. die Oberflächen- und Außengebietsentwässerung im Zuge der K68 in der Ortslage, vor allem aber im Bereich zwischen den Ortsteilen Wißmannsdorf und Koosbüsch, ein Problem dar. Bislang wurde das Regenwasser über die Ortslage zur Prüm abgeleitet. Nachdem das LBM Gerolstein 2010 den lang ersehnten Ausbau der L7 / K68 in Aussicht gestellt hatte, konnte durch diese Projektierung auch eine Lösung mit dem Außengebietswasser gefunden werden. Im Bereich der oberen Koosbüscher Straße wurden bereits im vergangen Jahr drei Regenrückhaltebecken gebaut um das Wasser über eine Geländesenke und einer dort angelegten Raubettmulde über eine kürzere Strecke in die Prüm abzuleiten. Dies wurde in einer Gemeinschaftsmaßnahme mit dem Eifelkreis und der Ortsgemeinde durchgeführt.

Auch der eigentliche Ausbau der L 7 / K 68 wird in einer beispielhaften Gemeinschaftsmaßnahme zwischen dem Land, dem Eifelkreis, der Ortsgemeinde und den Verbandsgemeindewerken durchgeführt. Auch führen die Telekom sowie Westnetz Arbeiten mit an ihrem Leitungsnetz durch. Koordiniert wird das gesamte Projekt, bei dem die Ortsgemeinde auch eine Gehweganlage anlegt und die VG-Werke u.a. die Wasserleitung erneuert, vom LBM Gerolstein. Diese haben die komplette Planung und Ausschreibung vorgenommen und müssen u.a. auch die Kosten auseinanderdividieren. Durch die ungünstige Topographie und die bisherige Straßenführung im Einmündungsbereich der Koosbüscher Straße in die Hauptstraße / L 7 sind erhebliche Erdbewegungen und vor allem die Erneuerung bzw. Erweiterung von Stützwänden erforderlich. Zur Verbesserung der Verkehrsführung wird hier die vorhandene Anschlussstelle um etwa 15 m verlegt, dorthin, wo bis vor einem halben Jahr noch ein Wohnhaus stand. Wenn man sich aktuell vor Ort den Stand der Bauarbeiten anschaut, wird ersichtlich, dass die Maßnahme nicht billig sein kann. Insgesamt ist ein Investitionsvolumen von rund 1,85 Millionen Euro vorgesehen. Hierin enthalten sind auch die Kosten des notwendigen Grunderwerbes, der Abriss der Häuser, die Investitionen der Gemeinde und der VG-Werke. Von diesen Gesamtkosten entfallen etwa 1/6 Anteil auf die Ortsgemeinde für die Herstellung der Außengebietsentwässerung, der Gehweganlage und Erneuerung der Straßenbeleuchtung, wofür diese aber auch Zuwendungen vom Land Rheinland-Pfalz aus verschiedenen Fördertöpfen erhält. "Insgesamt", so Ortsbürgermeister Rudolf Winter, "sind wir froh, dass diese Maßnahme endlich durchgeführt wird und so eine wesentliche Verbesserung der Verkehrssituation, sowohl im v.g. Kreuzungsbereich sowie auch für die Fußgänger in der gesamte Ortslage erfolgt". (RSch)

Alternativtext
Herstellung neuer Stützmauern
im Einmündungsbereich Koosbüscher- / Hauptstraße (L 7/K68)
Baustelle im oberen Bereich der Koosbüscher Straße (Fotos: Ortsgemeinde)