Die Geschichte der Ortsgemeinde Seinsfeld

Das Urkundenbuch von Beyer erwähnt 1140 Simonisuilla; im Jahre 1292 heißt der Ort Sintzevelt, und 1461 Synsfeld. Man führt den Wortstamm auf den Personennamen Simon zurück. Außer St. Thomas ist Seinsfeld einer der wenigen Orte, in deren Namen ein biblischer Personenname enthalten ist. Der blinde König Johann von Böhmen und Graf von Luxemburg belehnten im Jahre 1325 Arnold von Blankenheim mit den Dörfern Seinsfeld, Ließem (Pickließern), Metterich und Steinborn.

Der Besitz der Herrschaft Seinsfeld sowie das Schloss Seinsfeld wechselten mehrfach den Besitzer. Der letzte Eigentümer der luxemburgischen Herrschaft Seinsfeld vor der Französischen Revolution war Freiherr Berg zu Dürfenthal.

Der Zehnte von Seinsfeld war mit zwei Drittel an die Abtei St. Maximin in Trier zu liefern; ein Drittel bekam die Äbtissin des Zisterzienserinnenklosters St. Thomas. Das ist mit ein Grund, dass die heutige Pfarrkirche in Seinsfeld in den Jahren 1739 bis 1741 durch die Abteil St. Maximin, Trier, erbaut wurde. Das Westportal wurde kurze Zeit später im Jahre 1766 angefügt. Von 1802 bis 1817 gehörte Seinsfeld zum Bistum Metz, es stand unter luxemburgischer Landeshoheit, die Landesherrschaft hatte allerdings Frankreich. Im Laufe eines Jahres fanden eine Vielzahl von Wallfahrten statt: nach Metterich, St. Maximin zu Trier, Kyllburg, Gransdorf, Echternach, St. Thomas, Orsfeld, Prüm, Oberkail und St. Johann.

Erheblicher Kosten- und Arbeitsaufwand, bedingt durch Alter und Kriegseinwirkung, waren notwendig, den Bestand der Burganlage zu sichern. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde durch Initiative des Ehepaares Carl und Hildegard Müller-Leist ein Kindererholungsheim in der Burg eingerichtet.