Die Geschichte der Ortsgemeinde Pickließem

Die Bildung des Ortsnamen geht den Forschern zufolge zurück auf den Personennamen Lenzo, da der Ort sich im Jahre 1226 Linzesheim nennt. Der Wortstamm -heim kommt aus dem Alt- und Mittelhochdeutschen. Im Gotischen bedeutet haims = Dorf. Wenn auch der Ort urkundlich erst 1226 erwähnt wird, so war die Gemarkung dennoch bereits in römischer Zeit besiedelt. Im Distrikt "Burgheck", etwa 900 Meter nordwestlich des Ortes, fand man Siedlungsreste aus römischer

Zeit. Die dabei aufgefundene Keramik wird dem 4. Jahrhundert zugeordnet. Bis zur Auswirkung der Französischen Revolution soll das Gericht der Herrschaft Seinsfeld seinen Sitz in Pickließem gehabt haben. Seit altersher wird als Patron des Ortes und der Kapelle Pickließem St. Maximinus verehrt. Das bestätigt bereits der Visitationsbericht der Kirche Ordorf vom Jahre 1570. Der Visitationsbericht von 1670 nennt für Pickließem eine Kapelle, die um 1750 in Verfall geraten ist. Wenige Jahre später, 1759, wird das Kirchenschiff neu gebaut dazu eine Westernpore. Dieser Bau wird in den Jahren 1849/50 durch die jetzige Filialkiche ersetzt. Der Ort hat bis zur Schulreform 1968 eine einklassige Schule, die im Jahre 1952 mit 60 Kindern beschickt war.