Die Geschichte der Ortsgemeinde Malberg

Bereits 893 nennt Beyer in seinem Urkundenbuch "Maleberhc". Die erste Silbe geht zurück auf das althochdeutsche mahal = Versammlungsort, Mahlstätte, wo Gericht gehalten wurde. Die Edelherren von Malberg sind bereits im Jahre 1008 urkundlich nachgewiesen. Obwohl durch kaiserliche Anordnung die Burg abgerissen und der  Wiederaufbau verboten war, ist die Burg im Jahre 1224 bereits wieder aufgebaut. Sie gelangt an die Herren von Finstingen, später an die Grafen von Manderscheid-Schleiden. 1618 erwirbt die Familie von Veyder die gesamte Herrschaft Malberg, zu der Malbergweieh, ein Teil von Neidenbach und das Gebiet um Bettenfeld gehört. Die mittelalterliche Burg ist nicht mehr vorhanden, der heutige alte Schlossbau dürfte um 1580 von den Grafen von Manderscheid-Schleiden errichtet worden sein. Es ist ein Bruchsteinbau mit vier Geschossen, dem eine weitere Achse mit Toreinfahrt und Uhrturm angefügt wurde. Der nun symetrische Hauptbau "macht einen einheitlichen Eindruck und wirkt ganz wie eine italienische Fassade". Das neue Schloss ist dreigeschossig und als Herrenhaus hervorgehoben. Johann Werner von Veyder, 1703 Weihbischof von Köln, baute seit 1708 an der der neuen Schlossanlage. Die reiche Haupteingliederung, insbesondere zum Schlosshof, ließen einen repräsentativen Familienbesitz entstehen. Im Jahre 1730 lässt Franz Moritz von Veyder den sächsischen Barockmeister Christian Kretschmar die Terrasse und den Garten am Schloss über der Kyll planen. Terrasse und "runder Garten" ergänzen, meisterhaft gestaltet, harmonisch das Bild des Schlosses. Bedeutende Ritter nahmen ihren Ausgang von Burg Malberg. So auch Ritter Kuno von Malberg, etwa 1180, um seinen Namen rankt eine Vielzahl von Anekdoten und Sagen. Caesarius von  Heisterbach nennt ihn eine "bemerkenswerte Persönlichkeit". Sodann ist zu nennen Heinrich von Finstingen, Erzbischof von Trier. Er ist auf Schloss Malberg geboren. Gerhard von Malberg ist 1242 bis 1245 Hochmeister des deutschen Ritterordens. Zuvor ist bereits 1162 bis 1170 Ruttherrus von Malberg zum 26. Abt der bedeutenden Fürstabtei gewählt worden. Bekannt geblieben ist Agnes von Malberg, die 1224 das damals im Aufbau befindliche Kloster St. Thomas beschenkte. 1326 ist Johannes der IV von Malberg der 20. Abt des Klosters Himmerod. In seinem Wappen führt Malberg das Zeichen der ehemaligen Herrschaft Malberg in Silber ein rotes Schildchen, darüber neun goldene Kugeln, das Symbol des Ortspatron St. Quirinus. beschenkte. 1326 ist Johannes der IV von Malberg der 20. Abt des Klosters Himmerod.