Die Geschichte der Ortsgemeinde Kyllburgweiler

Das Urkundenbuch von Beyer nennt Kyllburgweiler im Jahre 1224 als "Wilre". Nach Auffassung von Max Müller hat es sich aus dem lateinischen Eigenschaftswort "willaris = zu einem Landgut gehörig" entwickelt. Später hat es sich im Mittelhochdeutschen als Lehnwort wilre eingebürgert. Bemerkenswert ist, dass -weiler-Orte nur dort zu finden sind, wo römische Besiedlungen

vorhanden waren. Die Grundherrschaft in Kyllburgweiler stand dem Zisterzienserinnenkloster St. Thomas zu. Daher waren Hand- und Spanndienste für das Kloster zu erbringen.

 

Der Schultheiß des Klosters verfügt 1783: "Unseren

Untertanen zu Weiler wird hiermit bedeutet, sich zukünftig Montag mit zwei Wagen zur Moselfahrt nach Merl fertig zu machen.

Ferner ist die Wälder-Fahrt auf zukünftig Dienstag nach Urzig beordert."

 

Von diesen Orten war der Wein für das Kloster anzufahren. Als das Kloster 1802 durch Napoleon aufgelöst wurde, wurde es öffentlich versteigert.

Die bis dahin von Kyllburgweiler zu erbringenden Zehntel-Abgaben wurden als Rente getrennt veräußert. Sie wurde von einem "reichen Herrn" angesteigert, von dem sie ein Friedensrichter erbte.

Diesem kauften dann die Bewohner von Kyllburgweiler die Rente ab.

An die Stiftskirche in Kyllburg hatten die Bewohner von Kyllburgweiler der Chronik zufolge eine Rente von 3 Malter Korn und 6 Malter Hafer zu liefern.

"Nach der Lieferung dieser Jahresrente erhielten die Lieferanten ein großes Mahl mit Wein. In den letzten Jahren (etwa um 1860) erhielten sie statt des Mahles nur noch Brot, Käse und Bier."

In seinem Wappen führt Kyllburgweiler neben einem Schwert als Zeichen ihrer Ortspatronin St. Lucia in Schwarz einen rot-weiß geschachten Balken. Es ist das Wappen der Zisterzienser (St.Bernhardswappen).