Die Geschichte der Stadt Kyllburg

Im Urkundenbuch von Beyer ist der Ort 762 bis 804 als Kilibergo genannt; bereits 1222 heißt er Kileburgh. Die Kil-Kyll als Nebenfluss der Mosel und Bestandteil des Ortsnamens wird bereits vom römischen Dichter Ausonius in seiner "Mosella"-

Dichtung erwähnt. Dazumal noch unter der Urform "Gelbis". Im goldenen Buch der Abtei Prüm ist in einer Schenkungsurkunde vom Jahre 800 und im Güterverzeichnis der Abtei von 893 von zwei Kirchen die Rede, eine "bei Malberg auf dem Berg, der Kiliberg genannt wird, die andere bei dem Ort Wilsecker". So erläutert

Caesarius von Prüm die Lage der beiden Kirchen im Jahre 1222. Die auf dem Kiliberg gelegene wird als Mutterkirche bezeichnet. Im Jahre 1239 lässt Erzbischof Theoderich von Trier eine größere Burg erbauen. Der Bau richtet

sich offensichtlich gegen den Ritter Rudolph von Malberg. Als letzter Zeuge dieser Burganlage steht noch heute der mächtige Bergfried 23,70 m hoch (ohne das neue Dach). Der Burgbering wird bereits 1256 mit starken Mauern und Toren versehen. Kaiser Ludwig der Bayer erlässt 1332 ein Sammelprivileg. Darin sind die Orte aufgeführt, denen er das Frankfurter Stadtrecht verliehen hat. Außer Koblenz und

Trier sind darin auch Kyllburg und Malberg genannt. Kyllburg war über Jahrhunderte alter, kurtrierischer Amtssitz. In der französischen Zeit, von 1798 bis 1815, war es mairie (Bürgermeisterei). Danach Sitz des Amtes bzw. der Verbandsgemeindeverwaltung. Der auf Schloss Malberg geborene spätere Trierer

Erzbischof Heinrich 11. von Finstingen lässt nahe der Burg ein Kollegiatstift mit einer Kirche zu Ehren der Jungfrau Maria erbauen. Das Stift hatte zunächst zwölf, später zehn Kanoniker. Bei Auflösung der kirchlichen Gemeinschaften durch die Franzosen im Jahre 1802 wurde das Stift Kyllburg aufgehoben. Die Stiftskirche wurde

zur Hauptpfarrkirche erklärt. In ihrem Wappen führt die Stadt Kyllburg das stilisierte Bild der altehrwürdigen Stiftskirche. Es stammt aus einem Siegel, das einer Lehensurkunde von 1347 angehängt ist.

 Im goldenen Buch der Abtei Prüm ist in einer Schenkungsurkunde vom Jahre 800 und im Güterverzeichnis der Abtei von 893 von zwei Kirchen die Rede, eine Malberg auf dem Berg, der Kiliberg genannt wird und die andere bei dem Ort Wilsecker". So erläutert Caesarius von Prüm die Lage der beiden Kirchen im Jahre 1222. Die auf dem Kiliberg gelegene wird als Mutterkirche bezeichnet.

 Der auf Schloss Malberg geborene spätere Trierer Erzbischof Heinrich 11. von Finstingen läßt ein Kollegiatstift mit einer Kirche zu Ehren der Jungfrau Maria erbauen. Das Stift hatte zunächst zwölf, später zehn Kanoniker.

Bei Auflösung der kirchlichen Gemeinschaften durch die Franzosen im Jahre 1802 wurde das Stift Kyllburg aufgehoben. Die Stiftskirche wurde zur Hauptpfarrkirche erklärt.